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„Formen des Sehens“ – Zwischen Wahrnehmung und Ausdruck

Ausstellungsdauer 3. Oktober bis 25. Oktober 2026

Öffnungszeiten samstags 13-18 Uhr und sonntags 10-15 Uhr

Vernissage am 1. Oktober 2026 um 19.00 Uhr

Pressetext zur Ausstellung:

Die Gemeinschaftsausstellung vereint drei österreichische Künstler mit unverwechselbarer Bildsprache: Erich Traxler, John Wieser und Anton Thurnberger. Im Zusammenspiel ihrer Werke entfaltet sich ein facettenreicher Dialog über Sehen, Wahrnehmung und künstlerischen Ausdruck.

Die Brauhausgalerie Freistadt bietet mit ihren rund 350 Quadratmetern Ausstellungsfläche ein besonderes Ambiente, das den unterschiedlichen künstlerischen Positionen Raum gibt und ihr spannungsvolles Zusammenspiel eindrucksvoll zur Geltung bringt.

Erich Traxler: Im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit steht das experimentelle Erforschen von Materialien und Prozessen. Besonders fasziniert mich die Blow-Molding-Technik, die ich kontinuierlich weiterentwickle und in verschiedenen performativen und installativen Kontexten einsetze.

John Wieser: Der Akt, dieses beinahe unerschöpfliche Motiv wurde bereits von so vielen Künstlern und. Fotografen in Angriff genommen, dass die größte Herausforderung für John Wieser darin bestand, etwas Besonderes zu schaffen. 

 Anton Thurnberger: Die Natur ist die Grundlage meiner künstlerischen Arbeit. Mich faszinieren ihre verborgenen Strukturen, ihre Vergänglichkeit und ihre stille Schönheit. Mit meinen Arbeiten möchte ich diese oft übersehenen Qualitäten sichtbar machen und den Blick auf die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur lenken.

Biografien

Erich Traxler, Austria

Ich wurde 1964 geboren und wohne und arbeite in Windhaag bei Freistadt, im schönen Mühlviertel. Bunte Farben die sich zu fantasievollen Formen vermischen sind Bezeichnend für meine Arbeiten.

Im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit steht das experimentelle Erforschen von Materialien und Prozessen. Besonders fasziniert mich die Blow-Molding-Technik, die ich kontinuierlich weiterentwickle und in verschiedenen performativen und installativen Kontexten einsetze. Durch den dialogischen Umgang mit Form, Farbe und Volumen entstehen Arbeiten, die zwischen Objekt und Bewegung oszillieren.

In meiner abstrakten Öl- und Acrylmalerei versuche ich, Inhalte einzuflechten und Themen auszuarbeiten, wobei die Interpretation bewusst dem Betrachter überlassen bleibt. 

Auch in meiner Bildhauerei spielt die Ausarbeitung der Formen eine zentrale Rolle. Die Tiefe beim Gestalten der Skulpturen ist ein wesentlicher Faktor, um die Intention meiner Arbeiten zu vermitteln. So lade ich das Publikum ein, sowohl in der Malerei als auch in der Bildhauerei eigene Perspektiven zu entdecken.


John Wieser, 1969, Austria

Der Autodidakt begann seine künstlerische Karriere 1993.

Fasziniert von den kleinsten Details der Natur, erfreut er sich am Weg vom leeren Blatt Papier bis zum fertigen, gelungenen Bild. Nicht zufrieden damit, die Natur in Farben oder Grafit einfach widerzuspiegeln, fügt er seinen Bildern ästhetische Harmonie hinzu. Der Bleistift als „Werkzeug der ersten Stunde“ ermöglicht ihm unzählige Varianten der Darstellung. Von der Skizze bis zur fotorealistischen Ausarbeitung, kontrastreich oder zart verlaufend, sind Bildkompositionen bis ins feinste Detail möglich.

Speziell für Auftragsarbeiten wie Portraits und Akte empfiehlt er Grafit. Keine Farbe, kein Pinsel erreicht die Exaktheit einer feinen Bleistiftspitze. Einen großen Vorteil sieht John in den Grautönen von Grafit, welche den Betrachter dazu auffordern, tiefer in das Bild zu blicken, ohne durch Farben abgelenkt zu werden.

Im Jahr 2002 begann der Künstler, sich mehr dem Thema Akt zu widmen, immer darauf fokussiert, Ästhetik und Harmonie in seinen Bildern in perfekter technischer Ausführung zu vereinen.

Mittlerweile gilt John Wiesers Akt-Serie weltweit mit über 18.000 Arbeitsstunden als aufwendigste und eine der bedeutendsten Serien in dieser Technik.

Ausstellungen: Österreich, Deutschland, Italien, USA, Niederlande, Dänemark, Slowenien, Kroatien, Monaco, Indien

Die wichtigsten Auszeichnungen:

Ausgezeichnet  bei der Biennale di Chianciano 2009

Ausgezeichnet  bei der Biennale di Chianciano 2015 mit dem „Leonardo Award for Work on Paper“

Ausgezeichnet  bei der Biennale Kalkutta 2016 mit dem Vincent van Gogh Award in der Kategorie „klassische Malerei“

Ausgezeichnet mit dem Biancoscuro Art Award 2020 1. Prize Graphite Art

Auszeichnung Boynes Emerging Art Award 2020


nudes in graphite

Der Akt, dieses beinahe unerschöpfliche Motiv wurde bereits von so vielen Künstlern und. Fotografen in Angriff genommen, dass die größte Herausforderung für John Wieser darin bestand, etwas Besonderes zu schaffen. 

Etwas, das seine Arbeit wesentlich von den Werken anderer Künstler unterscheidet.

Mit der Entscheidung für das simple Werkzeug Bleistift ist es ihm gelungen, eine ganz besondere Akt-Serie zu kreieren – seine „nudes in graphite“!

Ausarbeitung am Rande der Perfektion, hohe Fertigkeit in der verwendeten Technik, Gefühl für die menschlichen Proportionen und vor allem Geduld und Fantasie sind die Grundvoraussetzungen, um Arbeiten wie diese entstehen zu lassen.

Den menschlichen Körper nicht nur einfach darzustellen, sondern ihm Leben, Gefühl, Harmonie, Sinnlichkeit und Eleganz, Nachdenklichkeit, der inneren Ruhe oder Spannung zu verleihen, sieht John Wieser hier als wahre Kunst an.

Der Akt sollte nicht durch „Schönfärberei“ gut wirken, sondern alleine durch das Dargestellte.  Nichts sollte den Betrachter vom eigentlichen Thema ablenken. Ästhetik und Naturalismus verschmelzen in einem Bild.

www.john-wieser.com

 

Anton Thurnberger, Austria

Geboren im Oktober 1953 in Grieskirchen, Oberösterreich.

Seit 2010 widme ich mich der Entwicklung meiner botanischen Schleifbilder und habe eine eigenständige, materialbezogene Bildsprache geschaffen. Meine Werke waren seither in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Botanische Schleifbilder

Meine botanischen Schleifbilder entstehen in einem vielschichtigen Arbeitsprozess. Gräser, Farne, Disteln, Ähren sowie Pigmente, Textilien und Papiere werden Schicht für Schicht miteinander verbunden, verpresst und anschließend durch Schleifen wieder freigelegt. Durch das wiederholte Aufbauen, Verdichten und Abtragen entstehen Bildoberflächen, die den Entstehungsprozess sichtbar machen und eine eigene Tiefe entwickeln.

Die Natur ist die Grundlage meiner künstlerischen Arbeit. Mich faszinieren ihre verborgenen Strukturen, ihre Vergänglichkeit und ihre stille Schönheit. Mit meinen Arbeiten möchte ich diese oft übersehenen Qualitäten sichtbar machen und den Blick auf die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur lenken.

Seit über fünfzehn Jahren entwickle ich diese eigenständige Bildsprache, in der organische Materialien, handwerkliche Präzision und künstlerischer Ausdruck zu einer Einheit verschmelzen.